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Arbeiterwohlfahrt feiert 100-jähriges Bestehen

Delegation fährt nach Dresden + Vorstand ausgezeichnet + Linedancer umjubelt

GRIMMA/DRESDEN. Ein großartiges Jubiläums- und Sommerfest der sächsischen Arbeiterwohlfahrt erlebten mitgereiste Mitglieder aus dem Ehren- und Hauptamt des Kreisverbandes Mulde-Collm e.V. am vergangenen Sonnabend, den 15.Juni 2019, in Dresden. Dort feierte der AWO Landesverband Sachsen e.V. mit zahlreichen Gästen 100 Jahre gemeinsames Wirken, 100 Jahre Solidarität, 100 Jahre gelebtes Mitgefühl und Engagement. Unser Kreisverband durfte sich über eine besondere Ehrung freuen und gestaltete den Abend durch seine begabten Linedancer mit.

Im Jahr 1919 gründete die Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin Marie Juchacz die Arbeiterwohlfahrt. Das 100-jährige Bestehen unseres Wohlfahrtsverbandes wird dieser Tage in allen Regionen Deutschlands gefeiert. Am Samstag hatte der AWO Landesverband Sachsen e.V. nun auch in den Ostrapark nach Dresden eingeladen. Zu den Gästen zählten unter anderem der Präsident der AWO, Wilhelm Schmidt, sowie die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping.

Ein fast voll besetzter Bus mit Mitgliedern aus den Ortsvereinen des Kreisverbandes Mulde-Collm e.V. machte sich am frühen Nachmittag auf den Weg zum Veranstaltungsort. Ein Teil der Reisegruppe war besonders aufgeregt. Die Linedancer des Ortsvereins Ländliches Muldental-Nerchau e.V. waren Teil des Abendprogrammes. Wochenlang hatten sie dafür geprobt. Nicht nur die beeindruckende Location ließ die Aufregung jedoch für kurze Zeit verfliegen. Das Wetter spielte mit. Es wurden Häppchen und Sekt gereicht. Unter großen weißen Sonnenschirmen oder im Loungebereich konnten die Gäste entspannen. In einem riesigen Zelt führten Ingo Dubinski und Silke Fischer durch das zweistündige Festprogramm. Unter anderem wurden Menschen aus Ehren- und Hauptamt ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise engagieren und ihr Leben der AWO widmen. Auch unser Vorstandsvorsitzender Olav Chemnitz, der in Höfgen und Wurzen Wohnheime für Menschen mit Behinderung leitet und zudem Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Grimma ist, bekam die Ehrenmedaille des Landesverbandes verliehen. Landesvorsitzende Margit Weihnert resümierte: „Herr Chemnitz hat seine Einrichtungen liebevoll gestaltet, ist bei den Bewohnern und ebenso als Chef beliebt. Als Vorgesetzter verlangt er seinem Personal manches ab, gibt aber auch viel zurück. Er übernimmt regelmäßig Wochenenddienste und in ‚Notzeiten‘ nicht selten den Dienst. Für ‚seine Bewohner‘ setzt er sich ein und will sie gesellschaftlich integrieren. Seit vielen Jahren fährt er mit ihnen in den Urlaub, macht Ausflüge und ist ihnen auch menschlich sehr nah.“

AWO-Präsident Wilhelm Schmidt unterstrich in seiner Festrede, dass sich unser Wohlfahrtsverband mit seinen etwa 210.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden, fast 66.000 Ehrenamtlern und 333.000 Mitgliedern weiterhin dafür einsetze, dass es Rechtsansprüche gibt. Denn die AWO stehe für „praktizierte Solidarität“. Erst einen Tag zuvor habe man mit anderen Verbänden einen gemeinsamen Arbeitgeberverband gegründet, nach neun Jahren Vorarbeit. Dabei sei die AWO „der Treibsatz“ gewesen. Wir säßen im Maschinenraum der sozialen Arbeit.

Der krönende Abschluss des Jubiläumsfestes waren die Auftritte unserer Linedancer und zweier Feuerkünstler. Beides begeisterte die Gäste. Es wurde getanzt, gelacht und sich mit AWO-Freunden ausgetauscht. Erst in der Nacht startete der Bus wieder Richtung Stecknadelallee 1 in Grimma. Es war ein gelungener Abend und eine tolles Dankeschön an Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt.

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